Lange Nacht des Menschenrechts-Films
In Anwesenheit der Filmemacher werden die Preisträgerfilme des Deutschen Menschenrechtsfilmpreises 2012 u.a. in Hamburg präsentiert. Die pbi-Regionalgruppe Hamburg wird die Vorstellungen mit einem Infostand begleiten. Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis zeichnet herausragende Film- und Fernsehproduktion... mehr »In Anwesenheit der Filmemacher werden die Preisträgerfilme des Deutschen Menschenrechtsfilmpreises 2012 u.a. in Hamburg präsentiert. Die pbi-Regionalgruppe Hamburg wird die Vorstellungen mit einem Infostand begleiten.
Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis zeichnet herausragende Film- und Fernsehproduktionen aus, die Geschichte, Wirkungen und Bedeutung der Allgemeinen Menschenrechte thematisieren. Der Preis wird im zweijährigen Rhythmus verliehen und jeweils Anfang Dezember anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte überreicht.
Die Preisträgerfilme
Profi
„Mädchengeschichten: Esther und die Geister“
von Heidi Specogna
Portrait eines 17-jährigen Mädchens aus der zentralafrikanischen Republik. Eines Nachts hat Esther einen Albtraum und weigert sich fortan, das Haus zu verlassen – eine alte Wunde bricht auf: Sie war noch ein Kind, als 2002 kongolesische Rebellen ihr Dorf überfielen.
Dokumentation, 30 Minuten
Kurzfilm/Magazinbeitrag
„Bon Voyage“ von Fabio Friedli
Dutzende Emigranten besteigen einen überfüllten Lastwagen. Ihr Ziel: die Festung Europa. Als sie es nach einer beschwerlichen Reise endlich erreichen, erwartet sie die Konfrontation mit einer anderen brutalen Realität: der europäische Umgang mit Flüchtlingen.
Animation, 6 Minuten
Amateure
„Syrien - Zwischen Verzweiflung und Hoffnung“ von Tim Hartelt
Seit über einem Jahr geht das syrische Volk nun schon auf die Straße und erhebt sich gegen die Diktatur. Noch immer scheint nichts erreicht und Assad lässt weiter sein Volk beschießen. Doch aufgeben kommt für die Aufständischen nicht in Frage. Sie kämpfen für ihre Freiheit! Auch in Deutschland lebende Exil-Syrer sorgen sich um ihre Familien und Freunde in Syrien und engagieren sich für die Revolution. Die Hoffnung haben sie noch nicht aufgegeben.
Reportage, 30 Minuten
Bildung
„Five ways to kill a man“
von Christopher Bisset
Jeden Tag tauchen fremde Menschen in Sams Leben auf: die chinesischen Kinder, die seine Schuhe genäht haben. Die Kaffeepflückerin aus Guatemala, die die Bohnen für seinen Kaffee geerntet hat. Der Scheich, der das Öl für Sams Benzin gefördert hat. Am Ende eines jeden Tages wird Sam von einer großen Zahl an Menschen verfolgt, von der er sich irgendwie befreien muss.
Drama, 10 Minuten
Filmhochschule
„Rausch“ von Verena Jahnke
Während ihrer nächtlichen Streife nehmen zwei Zivilfahnder einen vermeintlichen Drogendealer fest. In Anwesenheit der Beweissicherungsärztin führen die Beamten eine polizeiliche Zwangsmaßnahme durch, die unerwartet zu Komplikationen führt. Keiner der Verantwortlichen bricht die lebensgefährliche Maßnahme ab. „Rausch“ ringt um Stellungnahme und Verantwortung, ohne eine klare Trennungslinie zwischen Opfern und Tätern zu ziehen. Ein radikaler Film, der die Namenlosen, die Vergessenen in den Fokus rückt und uns mit der Frage zurücklässt: Wie weit wäre ich gegangen?
Doku-Kurzspielfilm, 20 Minuten


