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URL:http://bewegung.taz.de/termine/militarismus-jetzt-stoppen
SUMMARY:Militarismus-jetzt-stoppen!
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DESCRIPTION:\nVon Abr&uuml\;stung keine Spur: Durch die  Bundeswehrreform 
 wird der Milit&auml\;rstandort Husum noch wichtiger f&uuml\;r die  als &bdq
 uo\;Friedensmissionen&ldquo\; verharmloste milit&auml\;rische Durchsetzung 
 von  geostrategischen Machtinteressen der NATO-L&auml\;nder. Nach der  Bund
 eswehrreform k&ouml\;nnten in Husum bei 20.000 EinwohnerInnen bis zu  10.00
 0 SoldatInnen stationiert sein. Diese werden Aufgaben erf&uuml\;llen\, die 
  im R&auml\;derwerk der deutschen Kriegsmaschinerie unverzichtbar sind. Um 
  deutlich zu machen\, dass es dazu nicht nur Zustimmung gibt\, wollen  enga
 gierte Menschen vor der Fliegerhorstkaserne ein Protestcamp  errichten.\nK
 rieg &uuml\;ben ist Krieg f&uuml\;hrenDas  Spezialpionierbataillon 164 erri
 chtet die St&uuml\;tzpunkte im Ausland und  betreibt die technischen Anlage
 n. Treibstoff\, Landebahn\, Zaun\, Wasser\,  Strom\, Feldk&uuml\;che: Ohne 
 die von den Milit&auml\;rs aus Husum bereitgestellte  Logistik und Infrastr
 uktur ist Kriegf&uuml\;hren nicht m&ouml\;glich. Das  Flugabwehrraketengesc
 hwader 1 &bdquo\;Schleswig-Holstein&ldquo\; ist die Stabsstelle  f&uuml\;r 
 Flugabwehr und neuerdings f&uuml\;r diese Ausbildung zust&auml\;ndig. Es so
 ll  Angriffe aus der Luft verhindern und stellt &bdquo\;Sicherungseinheiten
 &ldquo\;. Dies  schlie&szlig\;t eine Ausbildung in &bdquo\;Riot and Crowd-C
 ontrol&ldquo\; ein und beinhaltet  u.a. im Kosovo regelm&auml\;&szlig\;ig d
 as Vorgehen gegen dort demonstrierende  B&uuml\;rgerInnen. Dar&uuml\;ber hi
 naus sind die Husumer Milit&auml\;rs regelm&auml\;&szlig\;ig Teil  der Nato
 -Response-Force. Diese Angriffsarmee hat ganz offen formuliert  die Aufgabe
 \, den &bdquo\;Zugang zu M&auml\;rkten und Rohstoffen&ldquo\; im Zweifelsfa
 ll  milit&auml\;risch durchzusetzen.\nZivil-milit&auml\;rische Normalit&au
 ml\;tDas Milit&auml\;r ist  &uuml\;ber die Zivil-Milit&auml\;rische Zusamme
 narbeit (ZMZ) fest in die zivile  Verwaltung eingebunden. Dies erm&ouml\;gl
 icht es dem Milit&auml\;r\, sich als  notwendig f&uuml\;r den Katastrophens
 chutz darzustellen\, und &ouml\;ffnet der  Politik die M&ouml\;glichkeit vo
 n weiteren Einsparungen. Kritisiert wird dies  kaum\, denn in vielen Gemein
 deparlamenten der Region gibt es eine &bdquo\;Gro&szlig\;e  Koalition&ldquo
 \; pro Bundeswehr. Dar&uuml\;ber hinaus sind viele Milit&auml\;rs selbst  p
 olitisch aktiv. So war lange Zeit z.B. der Offizier f&uuml\;r  &Ouml\;ffent
 lichkeitsarbeit des St&uuml\;tzpunktes gleichzeitig der Kreisvorsitzende  d
 er SPD. Die Lokalpresse berichtet zwar regelm&auml\;&szlig\;ig &uuml\;ber d
 ie  &bdquo\;Auslandseins&auml\;tze&ldquo\;\, blendet dabei jedoch regelm&au
 ml\;&szlig\;ig die politische  Brisanz aus. Auch mit dem Einsatz im Inneren
  wird es nicht so genau  genommen: &Uuml\;ber die regelm&auml\;&szlig\;igen
  milit&auml\;rischen Inszenierungen auf dem  Marktplatz wird stets positiv 
 berichtet\, die genauso regelm&auml\;&szlig\;ig  stattfindenden Grundrechts
 einschr&auml\;nkungen und Gewaltt&auml\;tigkeiten von  Polizei und Feldj&au
 ml\;gerInnen sind hingegen bisher keine Zeile wert  gewesen. Und die Justiz
 ? Auf die k&ouml\;nnen h&ouml\;chstens Uniformtr&auml\;gerInnen  z&auml\;hl
 en\, wenn es darum geht\, Skandale unter der Decke zu halten.\nKritische Z
 ivilgesellschaft?- FehlanzeigeAuch  auf die klassischen zivilgesellschaftli
 chen Kr&auml\;fte ist in Husum kein  Verlass. So ist bei Verdi ist ein gro&
 szlig\;er Teil der Organisierten z.B. bei  der milit&auml\;rischen Standort
 verwaltung besch&auml\;ftigt. Bei IG Metall trifft  dies auf die Zivilanges
 tellten der Milit&auml\;rwerkst&auml\;tten zu. Auf Seiten der  Kirche stell
 en sich viele nordfriesische PastorInnen unkritisch hinter  die herrschende
 n Meinung und erteilen genauso wie den alten auch den  neuen deutschen Krie
 gen z.B. anl&auml\;sslich des &bdquo\;Volkstrauertags&ldquo\; ihren  Segen.
  Vor diesem Hintergrund der Durchdringung des zivilen Lebens durch  das Mil
 it&auml\;r erscheint es gerechtfertigt\, von Militarismus zu sprechen.\nDi
 ssens sichtbar machenObwohl immer deutlicher  wird\, wie unrealistisch es i
 st\, mit Waffengewalt &bdquo\;Frieden&ldquo\; zu schaffen\,  machen die st&
 auml\;dtischen Eliten aus Politik\, Milit&auml\;r\, Wirtschaft und  Zivilge
 sellschaft gebetsm&uuml\;hlenartig weiter\, sich gegenseitig  ritualisiert 
 und &ouml\;ffentlich zu versichern\, wie verankert die Bundeswehr  in der G
 esellschaft sei. Das Protestcamp vor der Kaserne greift diese  Inszenierung
  eines Diskurses an. &bdquo\;Militarismus jetzt stoppen!&ldquo\; macht f&uu
 ml\;r  wenige Tage sichtbar\, dass nicht alle Menschen uneingeschr&auml\;nk
 t hinter  dem Milit&auml\;r und ihren als Auslandseins&auml\;tzen verharmlo
 sten Kriegen  stehen.\nMehr Infos: http://www.militarismus-jetzt-stoppen.d
 e.vu\nVeranstaltungen w&auml\;hrend des Protest-Camps: \nhttp://husuma.ni
 rgendwo.info/2012/07/08/veranstaltungsprogramm-auf-dem-protestcamp-militari
 smus-jetzt-stoppen/\n&nbsp\;\nBericht vom Protest-Camp &bdquo\;Sicherheit
  geht GANZ anders&ldquo\; 2011: http://husuma.nirgendwo.info/2011/07/11/sic
 herheit-geht-ganz-anders-im-ruckblich/\n
LOCATION:Flensburger Chaussee 41\, Husum
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