Nuclear-Free Future Award Laureates 2017

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Nuclear-Free Future Award Laureates 2017

Nuclear-Free Future Award 2017: Die Preisträger kommen aus Niger, England, Japan, Deutschland und der Schweiz. Die Feier der Preisverleihung findet am 15. September 2017 in Basel statt. Kooperationspartner ist der internationale Kongress „Human Rights, Future Generations and Crimes in the Nuclear Age“ (14. – 17. Sept., Kol... mehr »

Zeitraum:

15.09.2017, 18:30 Uhr - 21:00 Uhr

Adresse:

Universität Basel, Kollegienhaus
Petersplatz 1
4001
Basel, Schweiz

Eingetragen von:

peacenetworking

Aktionsform:

-

Nuclear-Free Future Award 2017: Die Preisträger kommen aus Niger, England, Japan, Deutschland und der Schweiz.

Die Feier der Preisverleihung findet am 15. September 2017 in Basel statt. Kooperationspartner ist der internationale Kongress „Human Rights, Future Generations and Crimes in the Nuclear Age“ (14. – 17. Sept., Kollegienhaus, Universität Basel, Petersplatz 1).

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Kategorie WIDERSTAND

Almoustapha Alcahen, Niger

Der 1957 geborene Tuareg Almoustapha Alcahen transportierte Salz in Kamelkarawanen bevor er – nichtsahnend – in Arlit Mitarbeiter des Urankonzerns AREVA wurde. Als er sah, wie die Kranken und Toten von der Firma ignoriert und radioaktiver Eisenschrott von lokalen Handwerkern ungehindert weiter verarbeitet wurde, gründete er 2002 die Organisation NGO AGHIRIN`AN (in der Sprache der Tuareg „Schutz der Seele“). Als lautstarker Gegner des Uranabbaus in Niger und Gegner des französischen Konzerns Areva trat er in TV-Shows und auf öffentlichen Veranstaltungen auf. 2015 verlor er seinen Arbeitsplatz. Ohne Mittel kämpft er weiter.

Kategorie AUFKLÄRUNG

Janine Allis Smith und Martin Grant Forwood, Großbritannien

Vieles, was wir heute über die Wiederaufbereitungsanlage Sellafield im Nordwesten Englands wissen (und, ginge es nach den Betreibern, nie wissen sollten), verdanken wir dem Zwei-Personen Team CORE. Hinter dem Akronym für “Cumbrians Opposed to a Radioactive Environment” stehen Martin Forwood und Jannie Allis-Smith. Seit Mitte der Achtziger – damals hieß Sellafield noch Windscale – deckt und klärt das Ehepaar auf. Ihr Sohn war damals, wie auffällig viele Kinder der Region, an Leukämie erkrankt. CORE ist eine unverzichtbare Säule der britischen Anti-Atombewegung..

Kategorie LÖSUNGEN

Hiromichi Umebayashi, Japan

Der promovierte Feststoff-Physiker Hiromichi Umebayashi ließ 1980 die Lehrtätigkeit an der Universität Tokio hinter sich, um sich ganz der Friedenssicherung und der Abschaffung von Atomwaffen zu widmen. Seine Vision: Keine Atomraketen auf dem Boden der drei Staaten Japan, Nordkorea und Südkorea; gleichzeitig eine Garantie von Russland, China und den USA, gegen jene drei Staaten keine Nuklearwaffen einzusetzen. Hiromichis Engagement zeigte bereits Wirkung: Durch die Moderation der Mongolei saßen die sechs Länder bereits zusammen. Ein Ende ist noch nicht abzusehen.

Kategorie BESONDERE ANERKENNUNG

Jochen Stay, Deutschland

Jochen Stay, 51, ist einer der Mit-Initiatoren und Mit-Gestalter der Initative „X-tausendmal quer“ – die sich schwerpunktmäßig mit gewaltfreien Sitzblockaden gegen Castor-Transporte befasste – und von „ausgestrahlt“: Einer bundesweiten Anti-Atom-Organisation, die Atomkraft- gegnerInnen bis heute darin unterstützt, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen – etwa bei der rund 90 Kilometer langen Menschenkette, die sich Ende Juni 2017 von Tihange über Lüttich und Maastrich bis Aachen schlängelte und die sofortige Abschaltung der überalterten Atomkraftwerke Tihange 2 und Doel 3 in Belgien forderte.

Die Unermüdlichen der Schweizer Anti-Atom-Bewegung

Sie stehen stellvertretend für die vielen Aktiven in der Schweiz, die sich seit Jahrzehnten gegen bestehende oder projektierte AKWs und ungenügende Endlagerprojekte gewehrt haben. Sie vertreten zivilgesellschaftliche Gruppen und Organisationen der Schweizer Anti-Atombewegung, die nie in einer breiteren Öffentlichkeit gestanden haben: Marcos Buser, Dani Costantino, Michel Fernex, Mira Frauenfelder, Iris Frei, Stefan Füglister, Eva Geel, Niculin Gianotti, Heini Glauser, Jürg Joss, Roland Meyer, Ursula Nakamura, Stefan Ograbek, Georg Pankow, Heidi Portmann, Anne-Cécile Reimann, Philippe de Rougemont, Leo Scherer, Egon Schneebeli, Peter Scholer, Martin Walter, Walter Wildi; posthum werden Jürg Aerni und Chaim Nissim geehrt.

Für weitere Informationen, sowie Kontakte für Interviews mit den Preisträgern:

Claus Biegert, c.biegert@nffa.de
Horst Hamm, , h.hamm@nffa.de

Themenkategorien:

Anti-Atom / Klima / Energie