Reconstructed Line #3

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Reconstructed Line #3

A selection of pieces of music regarded as »protest songs« - Performance von Till Gathmann Die Vorstellung, dass die Linie ein bewegter Punkt sei, entspringt den kunsttheoretischen Schriften von Paul Klee. Mit ihrer Dynamik, die sich auf einer passiven Fläche entfaltet, macht die Linie ein weitreichendes Spannungsfeld zwischen ... mehr »

Zeitraum:

19.10.2017, 20:00 Uhr

Adresse:

ACC Galerie Weimar
Burgplatz 1+2
99423
Weimar

Eingetragen von:

Bildungskollektiv BiKo e.V.

Aktionsform:

Performance

A selection of pieces of music regarded as »protest songs« - Performance von Till Gathmann

Die Vorstellung, dass die Linie ein bewegter Punkt sei, entspringt den kunsttheoretischen Schriften von Paul Klee. Mit ihrer Dynamik, die sich auf einer passiven Fläche entfaltet, macht die Linie ein weitreichendes Spannungsfeld zwischen dem affektiven, denkenden und handelnden Subjekt auf.

Till Gathmann geht der Frage, wie sich das innere Empfinden zum Ausdruck bringen lässt, in Form von kleinen Zeichnungen nach, die - einer Schrift nicht unähnlich - aus einer fortlaufenden Linie entstehen. In Rekonstruierte Linie wird eine dieser Zeichnungen mit Hilfe ihrer genauen Beschreibung als Wandzeichnung rekonstruiert. Indem er eine Übersetzung von Affekt in Zeichnung, Zeichnung in Text und Handlung vollzieht, untersucht Gathmann ein eminent politisches Problem: Die Frage der Affekte und der Spontanität im politischen Denken und Handeln. Entsteht die Wandzeichnung in Erinnerung an eine frühere Empfindung, so kann sie die spontane Kraft unmöglich wiedergeben, von der die ursprüngliche Linie angetrieben war. Was die Mühe der Rekonstruktion hervorbringt, ist eine Spur des Nachdenkens über das eigene Tun.

Till Gathmann ist Künstler, Buchgestalter und Autor. In seinen künstlerischen Arbeiten setzt er sich mit der Politik der Form auseinander. Er knüpft an die Formensprachen klassischer Konzeptkunst und Fluxus an, ohne sich auf diese Sparten festzulegen. Eine Auseinandersetzung mit dem Faschismus ist ein wiederkehrendes Motiv. In der Ausgabe #1 der Zeitschrift Sans Phrase schrieb er über »Object of Importance but Little Value - Analer Charakter und Werkkrise«. In der Ausgabe #3 derselben Zeitschrift schrieb er über »Der Fall Beuys. Analer Charakter und Werkkrise: Bundesrepublik Deutschland«.

Achtung: Der Ort der Veranstaltung steht noch nicht fest. Die genaue Ortsangabe wird hier beizeiten bekannt gegeben.

Die Performance findet statt im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kunst, Spektakel & Revolution". Die Reihe ist ein Kooperationsprojekt des Bildungskollektivs mit der ACC Galerie Weimar und wird gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen.

 

Themenkategorien:

Bildung / Familie / Gesundheit, Politik / Demokratie / Recht