Saatgutfreiheit in Kitzingen und weltweit

P1040829_-_kopie_large

Saatgutfreiheit in Kitzingen und weltweit

Saatgutfreiheit in Kitzingen und weltweit!   Gibt es wichtigeres als Saatgut?- Nicht für Alle die Essen müssen! Die Volkshochschule Kitzingen und open house laden am fünften Oktober um 19.30Uhr in die Alte Synagoge Kitzingen ein. Unter dem Motto “Freies Saatgut- weltweit” präsentiert Barbara Keller den B... mehr »

Zeitraum:

05.10.2012, 19:30 Uhr

Adresse:

Alte Synagoge
Landwehrstraße
97318
Kitzingen

Eingetragen von:

open house

Aktionsform:

Vortrag und Diskussion

Saatgutfreiheit in Kitzingen und weltweit!

 

Gibt es wichtigeres als Saatgut?- Nicht für Alle die Essen müssen!

Die Volkshochschule Kitzingen und open house laden am fünften Oktober um 19.30Uhr in die Alte Synagoge Kitzingen ein. Unter dem Motto “Freies Saatgut- weltweit” präsentiert Barbara Keller den Beitrag der Initiative open house zur globalen Reportage „Seed Freedom- A Global Citiziens´ Report“. Sie blickt nicht nur zurück auf den Gentechnikwiderstand im Landkreis, sondern auch in die Zukunft. Anschließend bietet sich die Gelegenheit zur gemeinsamen Diskussion.

Den Prozess umkehren: Den Rückwärtsgang Agrogentechnik rausnehmen und den Vorwärtsgang Vielfalt einlegen- warum sollte sich unsere Region, einst Zentrum der Gentechnik in Westdeutschland, nicht zur Schlüsselregion für die Vielfalt entwickeln?

Die aktuelle Problematik des Saatguts ist wenigen Bürgern bekannt. Deshalb soll sie an diesem Abend kurz umrissen werden. Anschließend wird die Frage geklärt, warum Saatgut-Netzwerke, wie die Saatgutarche Franken, wichtig für die Zukunft der Saatgutfreiheit sind.

Anlass für die Veranstaltung sind die von Vandana Shiva in Indien ausgerufenen Wochen für Saatgutfreiheit im Geiste Gandhis. Im Rahmen dieser Wochen veröffentlicht Frau Shiva den von Navdanya zusammengestellten Bericht „Seed Freedom A Global Citiziens´ Report“ Beginnend mit Gandhis Geburtstag am zweiten Oktober finden weltweit Veranstaltungen unterschiedlichster Art statt. Das Ziel ist das Bewusstsein zu schärfen für die Abhängigkeit, in die wir in Bezug auf Saatgut geraten sind. Seit den siebziger Jahren haben Chemiekonzerne wie Monsanto Saatgutunternehmen aufgekauft. Inzwischen ist die Monopolisierung so weit fortgeschritten, dass dreiviertel des globalen Saatgutmarktes von 10 Unternehmen beherrscht wird. Diese verkaufen nicht nur Saatgut sondern auch im Paket die passenden Spritzmittel. Die industrielle Landwirtschaft und eine rigide Gesetzgebung haben ebenso dazu beigetragen, dass wir heute vor einem Desaster stehen: 75 Prozent der Sorten sind weltweit bereits ausgestorben, und die Verarmung schreitet voran!

Das ist aber kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken. Es gibt Wege aus dieser schwierigen Situation. Hier in der Region haben die Menschen diese Erfahrung bei der Gentechnik gemacht und die Initiatoren des Abends sind zuversichtlich, dass es gelingen kann sich erfolgreich für freies Saatgut einzusetzen.

„Auch wenn ich nicht glaube, dass eine Pflanze wächst, wo es keinen Samen gegeben hat, habe ich doch großes Vertrauen in ein Samenkorn. Überzeuge mich, dass du ein Samenkorn hast, und ich bin darauf vorbereitet Wunder zu erwarten.“ (Henry David Thoreau)

In diesem Sinne möchten die Veranstalter zu diesem Abend einladen und darauf Lust machen bei der Saatgutarche Franken mitzuwirken. Vielfalt braucht viele- und es macht Spaß Saatgut historischer und neuer samenfester Sorten zu erhalten. Die Zukunft im demokratischen Sinne selbst mitzugestalten, dazu möchten die Veranstalter inspirieren.

 

Mehr dazu unter: www.openhouse-site.de und www.seedfreedom.in

Themenkategorien:

Natur-, Tier-, Umweltschutz, Politik / Demokratie / Recht