BEGIN:VCALENDAR
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
PRODID:iCalendar-Ruby
VERSION:2.0
BEGIN:VEVENT
CLASS:PUBLIC
DTEND:20120825T235900
DESCRIPTION:Das diesj&auml\;hrige Stra&szlig\;enfest im Schanzenviertel ste
 ht unter dem Motto der Proteste\, Streiks und Aufst&auml\;nde gegen soziale
  K&uuml\;rzungen in Griechenland. Mit dem Fest soll Solidarit&auml\;t gezei
 gt und Geld gesammelt werden zur Unterst&uuml\;tzung von antirassistischen 
 sozialen Bewegungen und Menschen\, die von Repression betroffen sind. Von d
 en St&auml\;nden auf dem Stra&szlig\;enfest wird zu diesem Zweck eine solid
 arische Spende erwartet.\n&nbsp\;\nAlle sind eingeladen\, das Schulterbla
 tt zum Syntagma-Platz zu machen. Wir wollen mit diesem Motto nicht die Riot
 s aus Athen reproduzieren und zum Selbstzweck erheben\, sondern einen Ort f
 &uuml\;r Protest und selbstbestimmtes unkommerzielles Feiern herstellen\, g
 egen eine von Deutschland angef&uuml\;hrte EU-Politik\, der die &ouml\;kono
 mische Wertsch&ouml\;pfung wichtiger ist als die Lebensbedingungen der Mens
 chen. Dies bedeutet f&uuml\;r uns mehr als Ouzo und Tsatsiki\, Rembetiko od
 er griechischer Punk: Eine inhaltliche und politische Veranstaltung jenseit
 s von Kommerzkultur\, mit der wir an politische Kampagnen und antikapitalis
 tische Proteste ankn&uuml\;pfen.\n&nbsp\;\nVon Bild bis Spiegel wird gehe
 tzt: &bdquo\;Die Griechen&quot\; seien faul\, lebten auf unsere Kosten und 
 sollten sich deutsche Tugenden aneignen. In Wahrheit profitieren die reiche
 n EU-L&auml\;nder und insbesondere Deutschland in dieser Krise von zus&auml
 \;tzlichen Einnahmen durch hohe Zinsen f&uuml\;r gew&auml\;hrte Kredite. Gl
 eichzeitig k&ouml\;nnen diese sich selbst billiges Geld leihen\, durch h&ou
 ml\;here Attraktivit&auml\;t und Nachfrage am Kapitalmarkt aufgrund hoher R
 atings.\n&nbsp\;\nDar&uuml\;ber hinaus schuldet Deutschland Griechenland 
 immer noch immense Entsch&auml\;digungszahlungen aufgrund von Kriegsverbrec
 hen im Nationalsozialismus. Ein Bild\, das Deutschland zum Opfer griechisch
 er Verh&auml\;ltnisse erkl&auml\;rt\, leugnet die historische Verantwortung
  zum Beispiel f&uuml\;r Erschie&szlig\;ungen und Hinrichtungen der Zivilbev
 &ouml\;lkerung.\nBetroffene werden bis heute nicht entsch&auml\;digt und i
 n Rechtlosigkeit versetzt.\n&nbsp\;\nKrisen sind f&uuml\;r uns unabdingba
 re Konsequenzen aus den Widerspr&uuml\;chen des Kapitalismus. Deshalb helfe
 n auch keine der g&auml\;ngigen Strategien - weder der neoliberale Glaube a
 n die Selbstheilungskr&auml\;fte des Marktes noch nationalistische Starker-
 Staat-Modelle - sie zu beenden oder zu vermeiden. Ebenso wenig aber bringt 
 Krise automatisiert Widerstand und emanzipatorische Bewegung hervor. Es gib
 t immer auch reaktion&auml\;re Antworten auf Krisensituationen\; nicht nur 
 &bdquo\;von oben&quot\; in Form versch&auml\;rfter Repression\, sondern gen
 auso &bdquo\;von unten&quot\; in Gestalt von Rassismus und Fremdenfeindlich
 keit.\n&nbsp\;\nWas sich in Griechenland vollzieht\, ist ein Modellprojek
 t\, das in seiner Bedeutung &uuml\;ber dieses Land hinausgeht. L&ouml\;hne 
 werden halbiert\, jede dritte Firma in Griechenland bezahlt ihren Besch&aum
 l\;ftigten gar keinen Lohn mehr\, im Bildungsbereich fehlt es am N&ouml\;ti
 gsten wie Geld f&uuml\;r B&uuml\;cher\, Obdachlosigkeit und Armut haben mas
 siv zugenommen. Der Angriff der Politik und des Marktes bedroht die Lebensg
 rundlagen der Menschen. Gleichzeitig nehmen Proteste und Streiks zu. Griech
 enland in der Krise ist auch ein Ort des Aufbruchs\, in dem sich Menschen n
 eu organisieren\, die Frage nach Gesellschaft neu stellen und an der M&ouml
 \;glichkeit einer anderen\, besseren Welt arbeiten.\n&nbsp\;\nWir k&ouml\
 ;nnen von unseren K&auml\;mpfen gegenseitig lernen: Wenn sich K&auml\;mpfe 
 in Griechenland gegen die Zw&auml\;nge des Kapitalismus\, die zum Naturgese
 tz erkl&auml\;rt werden\, richten oder auch eine Politik angegriffen wird\,
  die die Krise verwaltet und daf&uuml\;r sorgt\, dass diejenigen\, die reic
 h sind\, reicher werden und diejenigen\, die &auml\;rmer sind\, arm bleiben
 . Wir k&ouml\;nnen uns in Beziehung dazu setzen\, wenn wir ihren Kampf zu u
 nserem machen und einen Zusammenhang mit der kapitalistischen Krisenhaftigk
 eit und den Verh&auml\;ltnissen hier vor Ort herstellen. Dies bedeutet f&uu
 ml\;r uns kein unkritisches Abfeiern griechischer Bewegung\, sondern immer 
 auch den Blick auf Br&uuml\;che und Widerspr&uuml\;che.\n&nbsp\;\nAus der
  Praxis von &uuml\;ber zwanzig Jahren Stadtteilarbeit wissen wir\, dass Her
 rschaftsverh&auml\;ltnisse nicht nur von oben nach unten verlaufen\, sonder
 n auch kreuz und quer und durch uns hindurch. Umso wichtiger ist es\, sich 
 angriffslustig zu positionieren und gleichzeitig die Verh&auml\;ltnisse\, s
 ich selbst und die eigene Rolle darin zu hinterfragen. Wir werden niemals 9
 9% sein. In besseren Tagen sind wir aber 1% Widerstand\, der sich verbreite
 rt\, sperrig bleibt und jene Lebendigkeit entwickelt\, die schon immer in e
 ruptiver Weise aus dem Unrealistischen und Nichtdenkbaren neue Realit&auml\
 ;ten hervorgebracht hat und den Blick auf ein ganz anderes Ganzes er&ouml\;
 ffnet.\n&nbsp\;\nDies wird und kann nur gelingen\, wenn wir immer wieder 
 bereit sind\, &uuml\;ber den eigenen Tellerrand hinauszuschauen\, um kritis
 che und solidarische Blickwinkel einzunehmen. Im Stadtteil\, in unserem Wid
 erstand gegen Gentrifizierung\, in den Protesten gegen die Krisen der Welt 
 oder beim Feiern auf jenen Stra&szlig\;en und Pl&auml\;tzen\, deren Namen i
 mmer &ouml\;fter zu Orten und Synonymen des Aufbegehrens gegen die kalte Sa
 chlichkeit der kapitalistischen Normalit&auml\;t werden.\nMit einer beeind
 ruckenden Spendensammlung\, Kultur und Info zum Thema Griechenland kann die
 s auch die Normalit&auml\;t des immer gr&ouml\;&szlig\;er und kommerzieller
  gewordenen Schanzenfests durchbrechen und unsere K&auml\;mpfe mit denen in
  Griechenland und anderen weltweit verbinden.\n&nbsp\;\nUnterst&uuml\;tzt
  das Solidarit&auml\;tsstra&szlig\;enfest im Hamburger Schanzenviertel - ko
 mmt\, macht St&auml\;nde\, Aktionen und beteiligt euch mit eigenen Ideen.\
 n\nVon der Krise zum globalen Widerstand!\nGegen die Sachzw&auml\;nge und
  Diktate der &Ouml\;konomie - Kapitalismus abschaffen!\n&nbsp\;
LOCATION:schulterblatt\, Hamburg
SEQUENCE:0
SUMMARY:Schanzenfest auf Griechisch
DTSTAMP:20120613T134400
URL:http://bewegung.taz.de/termine/schanzenfest-auf-griechisch
DTSTART:20120825T000100
UID:schanzenfest-auf-griechisch@taz.de
END:VEVENT
END:VCALENDAR
