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DTEND:20120708T235900
DESCRIPTION:Seit diesem Fr&uuml\;hjahr halten wir den Hambacher Forst im Rh
 einischen-Braunkohlerevier bei K&ouml\;ln besetzt. Wir tun das\, weil der B
 raunkohle-Abbau gestoppt werden muss und es daf&uuml\;r frischen\, engagier
 ten Widerstand braucht. Wir wissen\, dass Petitionen\, Unterschriften und M
 enschenketten nicht ausreichen werden und auf Stellvertreter_Innen in &sbqu
 o\;der Politik wollen wir erst recht nicht warten. F&uuml\;r direkten Wider
 stand braucht es also Aktivist_innen mit vielf&auml\;ltigen F&auml\;higkeit
 en und unberechenbaren Ideen um dem Repressionsstaat stets einen Schritt vo
 raus zu sein.Deshalb laden wir alle zum Skill-Sharing-Camp vom 29. Juni bis
  zum 8. Juli ein\, um sich 10 Tage lang gegenseitig F&auml\;higkeiten beizu
 bringen und voneinander zu lernen. Mit einem Schwerpunkt auf &bdquo\;skills
  for action&quot\; aber auch anderen Workshops zu n&uuml\;tzlichen\, intere
 ssanten und auch gerne lustigen Themen die im Widerst&auml\;ndigenalltag eb
 en so anfallen\, sollen stattfinden - zum Beispiel Workshops zu &bdquo\;Koc
 hen f&uuml\;r viele Menschen auf Camps&quot\;\, womit eine vegane Verk&ouml
 \;stigung des Camps sichergestellt w&auml\;re\, oder auch k&uuml\;nstlerisc
 he Sachen wie Jonglage und Raum um an neuen (Aktions-)Ideen\, Strategien un
 d vor alledem praktischen Umsetzungen zu basteln.\nEin freies Lernen exist
 iert in dieser Gesellschaft nicht (oder genauer nur in subversiven Nischen)
 . Entweder wird Wissen als Ware behandelt und ist nur f&uuml\;r jene zug&au
 ml\;nglich\, die daf&uuml\;r zahlen k&ouml\;nnen und die richtigen Abschl&u
 uml\;sse vorweisen k&ouml\;nnen\, oder sie wird autorit&auml\;r und bevormu
 ndend den Menschen &uuml\;bergest&uuml\;lpt\, mit der Schulpflicht zum Beis
 piel\, ohne nach den Bed&uuml\;rfnissen der Betroffenen und schon gar nicht
  nach ihnen selbst und ihren Ideen zu fragen.Dem entgegengesetzt muss ein f
 reies Lernen stets frei f&uuml\;r alle zug&auml\;nglich und kooperativ\, al
 so in Zusammenwirkung der Beteiligten sein - Barrieren\, wie verschiedene S
 prachen und unverst&auml\;ndliches Fachgesimpel die ausschlie&szlig\;end wi
 rken\, sollten dabei versucht werden so weit wie m&ouml\;glich abzubauen. G
 leiches gilt f&uuml\;r Rollen die innerhalb der heutigen Gesellschaft vorha
 nden sind und durch uns selbst immer wieder neu geschaffen und verinnerlich
 t werden - Menschen zum Beispiel nach angeblich feststehenden Geschlecht(sz
 uschreibungen) F&auml\;higkeiten zu- oder abzusprechen. Dieser Prozess kann
  aber nur in einer annehmbaren Alternative m&uuml\;nden\, falls freiwillig\
 , kritikf&auml\;hig und unterst&uuml\;tzend miteinander umgegangen wird!\n
 Dieser Vorsatz soll ein St&uuml\;ck weit - es dreht sich &sbquo\;nur&lsquo\
 ; um 10 Tage - Realit&auml\;t werden\, und nicht-institutionelle Beziehunge
 n wie eben selbst getroffene &Uuml\;bereink&uuml\;nfte und Vereinbarungen z
 wischen den beteiligten Menschen\, auf dem Skill-sharing-camp verdichtet we
 rden. Wir brauchen und wollen gesellschaftliche Verh&auml\;ltnisse in denen
  die Bed&uuml\;rfnisse von Menschen im Mittelpunkt stehen und in freien Ver
 einbarungen selbst geregelt werden. Nur so kann verhindert werden\, dass di
 e lebensnotwendigen Ressourcen der Menschen\, deren Gesundheit und nat&uuml
 \;rliche Umwelt &uuml\;ber deren K&ouml\;pfe hinweg\, zerst&ouml\;rt werden
 \, durch die Logiken des Marktes und geregelt durch institutionelle Autorit
 &auml\;t - wie das auch hier im RWE-Lande der Fall ist. Um dorthin zu komme
 n ist es notwendig eine Vernetzung und Organisierung von unten aufzubauen\,
  aber auch F&auml\;higkeiten f&uuml\;r den Widerstand zu erlernen und zu er
 weitern um andauernde Angriffe auf unsere Leben abwehren zu k&ouml\;nnen un
 d etwas besseres als das bisherige (wenn auch nur erahnend) schon Heute ent
 stehen zu lassen.\nDas Skill-sharing -camp soll also keine ausschlie&szlig
 \;ende Veranstaltung werden. Sie soll offen sein\, f&uuml\;r Anwohner_innen
 \, Umwelt-Aktivist_innen aber auch Menschen in sozialen K&auml\;mpfen in de
 r Umgebung oder auch weltweit. Aus diesem Anspruch heraus versuchen wir Wor
 kshops so zu gestalten\, dass sie auch ohne Vorwissen verstanden werden k&o
 uml\;nnen - wir versuchen f&uuml\;r &Uuml\;bersetzungen zu sorgen\, wenn un
 terschiedliche Sprachen gesprochen werden\, und wir versuchen keine szenige
 \, ausschliesende Kultur auf dem Camp herrschen zu lassen\, in der sich Men
 schen die sich nicht einer bestimmten Szene zugeh&ouml\;rig sehen unwohl f&
 uuml\;hlen k&ouml\;nnten.Was wir nicht akzeptieren werden sind Handlungen u
 nd &Auml\;u&szlig\;erungen die anderen Menschen die Beteiligung erschweren\
 , verwehren oder sie angreifen. Dazu z&auml\;hlen Rassismus\, Sexismus\, An
 tisemitismus\, Homo- &amp\; Transphobie die in ihrem Kern stets Menschenver
 achtend sind.\nDas vorl&auml\;ufige Programm gibt es hier.
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DTSTAMP:20120619T182900
URL:http://bewegung.taz.de/termine/skill-sharing-camp
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