Solidarische Landwirtschaft auch in Berlin?
Wir wünschen uns gesunde und frische Nahrungsmittel, die aus der Region und aus ökologischem Anbau stammen. Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, haben durch die momentanen Bedingungen in der Landwirtschaft meist nur die Wahl entweder die Natur oder sich selbst auszubeuten. IhreExistenz hängt von Subventionen und den Markt... mehr »Wir wünschen uns gesunde und frische Nahrungsmittel, die aus der Region und aus ökologischem Anbau stammen. Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, haben durch die momentanen Bedingungen in der Landwirtschaft meist nur die Wahl entweder die Natur oder sich selbst auszubeuten. Ihre
Existenz hängt von Subventionen und den Markt- bzw. Weltmarktpreisen ab. Auch der ökologische Landbau ist von diesem Mechanismus nicht ausgenommen.
Auf der Veranstaltung wollen wir das Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft vorstellen:
Konkret handelt es sich dabei um einen Zusammenschluss von einem landwirtschaftlichen Betrieb oder Gärtnerei mit einer Gruppe privater Haushalte. Auf Grundlage der geschätzten Jahreskosten der landwirtschaftlichen (Bio-)Produktion verpflichtet sich diese Gruppe regelmäßig im Voraus einen festgesetzten Betrag an den Hof zu zahlen, der mit dem Geld seinen Möglichkeiten entsprechend wirtschaftet. Die Abnehmer_innen erhalten im Gegenzug die gesamte Ernte sowie weiterverarbeitete Erzeugnisse wie Brot, Käse etc.
Grundlegend ist also, dass eine Gruppe die Abnahme der Erzeugnisse garantiert und die Ernte bzw. alles, was notwendig ist, um diese zu erzeugen, vorfinanziert. Alle teilen sich die damit verbundene Verantwortung, das Risiko, die Kosten und die Ernte.
Derzeit arbeiten in Deutschland 21 Betriebe nach dieser Idee.
Anwesend sind:
- ein Mitglied und der Gärtner der GartenCoop Freiburg, der von den Erfahrungen des ersten Jahr Berichten wird, die auf dem Weg zur Gründung der GartenCoop gemacht wurden
- Mitglieder des Netzwerkes Solidarische Landwirtschaft, in dem Höfe und Initiativen vernetzt sind, die Solidarische Landwirtschaft betreiben oder betreiben wollen
- Bäuerinnen, Bauern, Gärtnerinnen und Gärtner aus der Region (angefragt)
- Initiativen, die solidarische Landwirtschaft in Berlin betreiben bzw. betreiben wollen (z.T. bereits ab Frühjahr 2012)
Alle Interessierten - Bäuerinnen und Bauern,KonsumentInnen,
EinkäuferInnen, ÖkokistenbezieherInnen, GartenliebhaberInnen, ... -sind herzlich eingeladen vorbei zu kommen!
Veranstalter: Bildungswerk Berlin der Heinrich Böll Stiftung
Realisiert mit Mitteln der deutschen Klassenlotterie.


