Warum dieser Hass? Oder die Grenzen emanzipatorischer Islamkritik
Diskussionsveranstaltung mit den Journalisten Peter Nowak und AktivistInnen des ehemaligen Heinersdorf-Bündnisses Der alljährliche Al-Quds-Tag am 4. September 2010 in Berlin sollte für emanzipatorische Linke Anlass zu einem entschiedenen Widerstand gegen den Islamismus und seine Unterstützer... mehr »Diskussionsveranstaltung mit den Journalisten Peter Nowak und AktivistInnen des ehemaligen Heinersdorf-Bündnisses
Der alljährliche Al-Quds-Tag am 4. September 2010 in Berlin sollte für emanzipatorische Linke Anlass zu einem entschiedenen Widerstand gegen den Islamismus und seine Unterstützer_Innen sein. Sollte der Islamismus oder der Islam insgesamt Gegenstand unserer theoretischen Kritik sein? Und wie können wir bei unserer Kritik am deutlich machen, dass wir damit nicht zu Verteidigern des „christlichen Abendlandes" und der
verschiedenen hierzulande hegemonialen Spielarten des Christentums oder eines westlichen Wohlstandschauvinismus
werden? Wie soll damit umgegangen werden, dass "Islamkritik" mittlerweile zum Kennzeichnen und diskursiven Label verschiedener rechtspopulistischer Bewegungen und Bürger_Inneninitiaitven geworden ist? Erinnert sei an die Bewegung Pro-Köln, Pro-Deutschland, aber auch die Initiativen gegen den Moscheebau in Pankow-Heinersdorf. Linke Gruppen haben dagegen damals die Religionsfreiheit der Moscheegemeinde unterstützt, wenn auch mit Widersprüchen. Die Argumente der linken Gruppen, die gegen diese rechte „Islamkritik" intervenieren, sollen hier noch einmal untersucht werden. Denn dort war der Trennungsstrich zwischen emanzipatorischer Kritik an einer Politik, die den Islam in den Mittelpunkt stellt und Islamhass gelungen, was leider in der
letzten Zeit nicht immer der Fall war.


