Es scheint wie die Quadratur des Kreises: Wie können die negativen Umweltwirkungen der Landwirtschaft verringert werden, während gleichzeitig die Produktivität erhöht wird? Die Antwort liegt auf der Hand – indem die landwirtschaftliche Erzeugung nicht mehr gegen die ökologischen und sozialen Systeme, in denen sie verortet ist, arbeitet, sondern mit ihnen. Das ist der wichtigste Grundsatz von Agrarökologie. Agrarökologische Systeme sind nicht nur produktiver und ernähren mehr Menschen auf gesunde Art und Weise als inputbasierte Systeme, sie schützen natürliche Ressourcen und machen landwirtschaftliche Betriebe widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels wie extreme Dürren oder anhaltende Regenfälle. Der Transformationsprozess hin zu Agrarökologie ist vielschichtig, denn Agrarökosysteme sind unterschiedlich und komplex, so dass es nicht die „eine“ Herangehensweise geben kann. Auf allen Kontinenten gibt es bereits erfolgreiche Politik- und Praxisbeispiele, die Agrarökologie stärken, wie der 100% Bio-Bundesstaat Sikkim in Indien, die ecuadorianische Hauptstadt Quito oder agrarökologische Praktiken in Malawi, die wir bei der Veranstaltung vorstellen werden. Zudem wird die Auszeichnung Outstanding Practices in Agroecology 2019 präsentiert.

Wie kann ein Umfeld geschaffen werden, in dem Agrarökologie aufblüht? Welche grundlegenden und zeitnahen Änderungen benötigen wir beispielsweise in der Agrar-, Entwicklungs-, und Subventionspolitik? Wie bewerten die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und die deutsche Bundesregierung Agrarökologie und mit welchen Initiativen fördern sie diese? Welche Herausforderungen gibt es? Wie bewertet die Zivilgesellschaft den Stand der Dinge und was muss aus ihrer Perspektive zur Stärkung von Agrarökologie getan werden? Diese und viele weitere Fragen wollen wir mit unseren Gästen und mit Ihnen diskutieren.

 

Gäste:

José Francisco Graziano da Silva, Generaldirektor, Ernährungs- und Landwirtschafts-organisation der Vereinten Nationen (FAO) (angefragt)

S.E. Somnath Poudyal, Minister für Landwirtschaft und Gartenbau, Sikkim, Indien (angefragt)

Dr. Stefan Schmitz, Leiter Unterabteilung Ernährung, Ländliche Entwicklung, Natürliche Ressourcen, Beauftragter für die Sonderinitiative EINEWELT ohne Hunger, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald, Aufsichtsratsvorsitzender, Stiftung World Future Council und Vorstand der Schweisfurth Stiftung

Sarah Schneider, Referentin für Landwirtschaft und Welternährung, MISEREOR

Lena Bassermann, Referentin für Landwirtschaft und Ernährung, Welthungerhilfe

Alexandra Rodriguez, Koordinatorin von AGRUPAR in Quito, Ecuador (angefragt)

Moderation: Dr. Tanja Busse, Journalistin

 

Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Englisch mit Übersetzung statt.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Ingrid Heindorf: ingrid.heindorf@worldfuturecouncil.org und Herrn Jan Urhahn: urhahn@inkota.de.

Eine gemeinsame Veranstaltung von: INKOTA-netzwerk, Brot für die Welt, Heinrich-Böll-Stiftung, IFOAM, MISEREOR, Oxfam, Schweisfurth-Stiftung, Welthungerhilfe und World Future Council.

 

Zeitraum

18.01.2019, 15:30 Uhr - 18.01.2019, 17:30 Uhr

Adresse

Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Schumannstr. 8
10117
Berlin

Eingetragen von

INKOTA-netzwerk

Aktionsform

Diskussionsveranstaltung

Themenkategorien

Natur-, Tier-, Umweltschutz

Website

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