Bl3 wm rgb

Aufgrund der Corona-Pandemie soll die Konferenz erstmalig in Form interaktiver Internet-Gespräche ablaufen.

Bitte gehen Sie zum Programmbutton unten und entscheiden Sie sich für eines oder auch für beide Fishbowl-Gespräche. Für diese melden Sie sich bitte bis zum 20. April unter dem Button "Jetzt anmelden" an. Die angemeldeten Teilnehmenden erhalten dann bis Anfang Mai in einem Mailing genauere Instruktionen für die aktive Teilnahme als Hörende, als mündlich Fragende oder schriftlich Kommentierende!

Wir bitten auch diejenigen, die sich für die analoge Konferenz bereits angemeldet hatten, um neue Anmeldung zu diesem neuen Format!

Auch als Internet-Konferenz wird das Forum in deutscher, englischer und russischer Sprache (jeweils zu verstehen als Lingua franca) mit Simultanübersetzung stattfinden.

Zum Inhalt:

Die Geschichte des Zweiten Weltkrieges, dessen Ende sich 2020 zum fünfundsiebzigsten Mal jährt, wird zumeist politisch, militärisch und völkerrechtlich erzählt. Die dominierenden Akteure und Entscheidungsträger in den Geschichtsbüchern sind Männer: Diktatoren, Staatspräsidenten, Soldaten, Partisanen, Widerständler. Unter die in den verschiedenen Nationen erinnerten Helden mischen sich nur vereinzelte Heldinnen.

Mit seinem regionalen Fokus auf Ost- und Südosteuropa will das Europäische Geschichtsforum 2020 einen Impuls setzen, Kriegs- und Nachkriegsgeschichte unter dem Gesichtspunkt zu analysieren, welche Rollen Frauen der direkt oder indirekt am Krieg beteiligten Länder einnahmen und in wieweit ihre großen Überlebensleistungen, ihre Entscheidungen und ihre Leiderfahrungen in Geschichtswissenschaft und Geschichtsdarstellungen einen Platz finden können. Der kritische Vergleich von Geschichtsdiskursen in verschiedenen Ländern macht deutlich, wie stark die Würdigung bzw. die Tabuisierung von weiblichen Kriegserfahrungen von übergeordneten Rollenbildern und politischer Opportunität abhängt.

Wir wollen mit dem diesjährigen Europäischen Geschichtsforum dazu einladen, einige durch die Geschlechterrollen vorgegebenen Konstellationen beispielhaft zu betrachten und den Wandel der Geschichtsdarstellungen über Frauen in den letzten 75 Jahren zu diskutieren.

Voraussichtlich mit

  • Ankica Čakardić, Universität Zagreb
  • Adela Jušić, Künstlerin, Sarajewo
  • Kateryna Kobchenko, Historikerin, Kiew

und vielen anderen

Die von der Heinrich-Böll-Stiftung und ihrem russischen Partner, dem Wissenschaftlichen Informationszentrum Memorial, gemeinsam begonnene Initiative „Europäisches Geschichtsforum“ hat das Ziel, v.a. jüngeren Historiker/innen, Mitarbeiter/innen von Museen, Medien und Nichtregierungsorganisationen aus Ost-, Südost- und Westeuropa die Gelegenheit zum Austausch zu geben. So soll ein gesamteuropäischer Diskurs zu Erinnerungskulturen und Geschichtspolitik vorangebracht werden. Das Forum richtet sich zugleich an alle, die sich beruflich, ehrenamtlich oder privat kritisch mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts und ihrer Vermittlung beschäftigen.

Information:   
Nina Happe
Referat Ost- und Südosteuropa
Heinrich-Böll-Stiftung
E-Mail: happe@boell.de
Telefon +49 (0)30 285 34 - 384

Zeitraum

18.05.2020, 16:00 Uhr - 18.05.2020, 19:30 Uhr

Adresse

Bundesweit

Eingetragen von

Heinrich-Böll-Stiftung e.V.

Aktionsform

Europäisches Geschichtsforum

Themenkategorien

Politik / Demokratie / Recht
Ökonomie / Finanzen
Anti-Atom / Klima / Energie
Globalisierung / Entwicklung / Migration
Antifaschismus
Soziales / Arbeit

Website

https://calendar.boell.de/de/event/verborgene-erinnerung-frauen-im-zweiten-weltkrieg-ost-und-suedosteuropa-rollenbilder

iCal Format

in iCal Format herunterladen