Der Begriff Klassismus ist (zumindest im Deutschen) eines der neueren Wortgebilde in der linken Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Diskriminierung. Gemeint ist damit die Diskriminierung aufgrund der Klassen- bzw. Schichtzugehörigkeit, die sich in gesellschaftlicher Verachtung und Ausschluss von zahlreichen Ressourcen ausdrückt. Dabei wird der Begriff meist recht schwammig verwendet. So lässt sich z.B. auch die Formulierung „von Lohnarbeit betroffen zu sein“ in diesen Kontext einordnen - was ja immerhin den Großteil der Bevölkerung umfasst und das Strukturprinzip dieser Gesellschaftsform, nämlich die Spaltung der Menschen in Klassen, berührt. Übersteigt die Kritik an dem Ausschluss von Ressourcen, d.h. von dem Besitz an Produktionsmitteln, damit nicht die Kritik an klassistischer Diskriminierung - die ja auf Chancengleichheit in dieser Gesellschaft pocht?

Der Workshop zielt auf eine Schärfung des Klassismusbegriffs. Anhand von Thesen wollen wir uns mit dem Verhältnis von Klassismus, Klasse und Kapitalismus befassen. Dabei soll der Begriff fruchtbar gemacht werden für eine Kritik der Klassengesellschaft.

Zeitraum

11.03.2020, 19:00 Uhr - 11.03.2020, 22:00 Uhr

Adresse

Café Aquarium
Altonaer Str. 25
99086
Erfurt

Eingetragen von

Bildungskollektiv BiKo e.V.

Aktionsform

Workshop

Themenkategorien

Soziales / Arbeit

Website

http://biko.arranca.de/index.php?c=programm&nr=3136

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