Bl3 wm rgb

Politische Kommunikationsstrategien und die Verbreitung von Inhalten über soziale Medien und Netzwerke sind spürbar zu einem Machtfaktor geworden. Gruppen wie die brasilianischen Evangelikalen nutzen ihre Kommunikationskanäle für politische Zwecke. Hat unter ihrem Einfluss längst ein gesellschaftlicher Wertewandel stattgefunden? Um die Deutungshoheit und den Wahrheitsgehalt von Aussagen wird erbittert gerungen. Eine Herausforderung auch für Menschenrechte und Demokratie.

Brasilien erlebt im Coronajahr 2020 eine Gesundheitskrise, die von der politischen Krise der Regierung Bolsonaros überlagert wird. Vulnerable Gruppen leiden besonders unter der Ausbreitung der Pandemie und der Banalisierung des damit verbundenen Risikos durch Präsident Bolsonaro. Immer wieder droht die politische Agenda der Regierung, die Ausnahmesituation durch die Pandemie für ihre Zwecke auszunutzen. Die sozialen Bewegungen agieren zwischen Widerstand und Resilienz. Sie müssen ihre politischen Debatten, Kampagnen und Proteste an die neue Situation anpassen.

Wo stehen die sozialen Bewegungen im aktuellen Geschehen?
Mit welchen neuen Narrativen reagieren sie auf die Krise und wie kann Solidaritätsarbeit trotz Corona weiter wirksam bleiben?

Mit:

Adriano Martins (Centro de Assessoria e Apoio a Iniciativas Sociais CAIS, Brasilien)
Carlos Magno (Centro de Desenvolvimento Agroecológico Sabiá, Brasilien)
Christina Vital da Cunha (Universidade Federal Fluminense, Brasilien)
Leandro Luis Bedin Fontana (Institut Weltkirche und Mission, Deutschland)
Mariana Andrade (Jugendnetzwerk Terre des Hommes, Brasilien)
Sérgio Amadeu da Silveira (Universidade Federal do ABC, Brasilien)
Verônica Ferreira (SOS Corpo - Instituto Feminista para Democracia, Brasilien)

Die Teilnahme an der Online-Tagung ist kostenfrei. Bitte melden Sie sich dennoch bis zum 25. November 2020 unter https://pretix.eu/kobra/rtb2020/ für die jeweilige Veranstaltung an (siehe auch Programm-PDF).

Information: 
Julia Ziesche, Projektbearbeitung Lateinamerikareferat, Heinrich-Böll-Stiftung
E-Mail ziesche@boell.de
Telefon +49(0)285 34 -322

Zeitraum

04.12.2020, 18:00 Uhr - 05.12.2020, 21:30 Uhr

Adresse

Bundesweit

Eingetragen von

Heinrich-Böll-Stiftung e.V.

Aktionsform

Online-Fachtagung

Themenkategorien

Politik / Demokratie / Recht
Globalisierung / Entwicklung / Migration
Medien / Digitales

Website

https://calendar.boell.de/de/event/kommunikation-und-aktion-der-krise

iCal Format

in iCal Format herunterladen