In Zeiten angespannter Wohnungsmärkte und gesteigerter Verwertungsinteressen sowie der Zunahme prekärer und unsicherer Arbeitsverhältnisse finden viele Menschen keine bezahlbare Wohnung mehr. Zeitgleich tun sich, u.a. als Reaktion auf diese Fehlentwicklungen, aktive und engagierte Menschen zu neuen Stadtteilinitiativen zusammen, von deren praktisch gelebter Solidarität wir in dieser Veranstaltung berichten.

Während in postfordistischer Zeiten, in denen große Fabriken und die damit verbundenen Orte des Protestes zunehmend aus Mitteleuropa ausgelagert werden, gewinnt die solidarische Stadtteilarbeit immer stärker an Bedeutung. Auch die Praxis neu entstehender solidarischer Netzwerke, die nicht nur Räume für das Engagement im Bereich "Recht auf Stadt", sondern auch Zusammenschlüsse für bessere, nicht prekäre Lebens- und Arbeitsbedingungen bieten, stehen im Fokus dieser Diskussion. 

Es geht neben dem Engagement gegen die umstrittenen Sanktionsmaßnahmen der Jobcenter auch um die Forderungen nach gerechten Löhnen.

- Wie können das Recht auf bezahlbaren Wohnraum und gegen die Verdrängung von Mieter*innen mit Forderungen nach existenzsichernden und höheren Löhnen und Einkommen zusammengeführt werden?

- Wie kann die Stadtteil- und Kiezarbeit die Teilhabe und das soziale Miteinander in den Städten von heute fördern und unterstützen?  

Zur Diskussion eingeladen sind Referent*innen aus Hamburg-Wilhelmsburg und Poznan/Polen, die mit den Berliner Herausgebern des Sammelbandes „Neue Solidarität in den Städten“ Matthias Coers und Peter Nowak über ihre Arbeit in und von Stadtteilinitiativen berichten.

Die Veranstaltung wird in Teilen auf Englisch abgehalten.


Für Herbst 2020 ist eine weiterführende Veranstaltung zum diesem Thema in Planung.

Mit: 
Agnieszka Mróz, Basisgewerkschafterin, Betriebsrätin bei Amazon. Sie ist aktiv beim Sozialen Frauenkongress und Mitglied des Hauskollektivs Rozbrat in Poznan.

Aljoscha Langfort: Sozialarbeiter, vormals Koordinator für Gewerkschaften im deutschsprachigen Raum, aktiv im eigenen Betrieb um Schritte mit Kolleg*innen zu planen 

Peter Nowak: Journalist und politischer Autor 

Matthias Coers: Filmemacher, Fotograf und Soziologe.

Moderation und Einführung ins Thema: Matthias Coers 

Die Veranstaltung ist kostenfrei, aber wir bitten um verlässliche Teilnahme, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

Zeitraum

25.06.2020, 19:00 Uhr - 25.06.2020, 20:30 Uhr

Adresse

Bundesweit

Eingetragen von

hanna grabbe

Aktionsform

Online-Veranstaltung

Themenkategorien

Soziales / Arbeit
Verkehr / Stadtentwicklung
Politik / Demokratie / Recht

Website

https://calendar.boell.de/de/event/umkaempftes-wohnen-neue-solidaritaet-den-staedten

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