Natwiss%20kongress neu
Aktuelle Aufrüstungstendenzen, Krisen und Gewaltkonflikte gefährden die Voraussetzungen für eine sichere, friedliche und nachhaltige Welt. Hohe Rüstungsausgaben, zunehmender Waffenhandel und der Vormarsch neuer Militärtechnologien heizen die Konfliktherde in verschiedenen Regionen der Erde an. Für die Wissenschaft stellt sich unter dem Eindruck unzureichender Reformen an den Universitäten, dem Fehlen öffentlicher Gelder und der zunehmenden Drittmittelabhängigkeit von Forschung und Lehre die Fragen nach ihrer Verantwortung: 

  • Welche Rolle spielt Wissenschaft bei dieser weltweiten Militarisierung?
  • Was kann Wissenschaft zur Friedenssicherung und Friedensgestaltung beitragen? 
  • Welche Verantwortung tragen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und was kann jede(r) Einzelne zum Frieden beitragen? 

Ohne Wissenschaft und Technik sind die Kriege unserer Zeit und die Entwicklung neuer Waffensysteme und Rüstungstechnologien unmöglich. Es waren Wissenschaftler und Ingenieure, die die Atombombe entwickelten. 
Aber auch das Engagement von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für den Frieden hat eine lange Tradition. Für diese stehen Namen wie Albert Einstein, Joseph Rotblat oder Marie Curie. 
Wir wollen mit diesem Kongress an eine lange Tradition des Friedensengagements in den Wissenschaften anknüpfen und für mehr und intensivere aktuelle Einmischung für den Frieden werben.

Freitag, 19 bis 21 Uhr
Begrüßung: Peter Hildebrandt
 (TU Berlin) und Maurizio Ragnetti (NatWiss) 

Eröffnungsvorträge: 

  • Kein Krieg ohne Wissenschaft - keine Wissenschaft ohne Krieg? Die Wissenschaft als Teil organisierter Gewalt und als ihr Gegenüber: Lothar Brock (VDW)
  • Atomwaffen: von der Sicherheitslogik zur Friedenslogik: Alex Rosen (IPPNW)
  • Die Herausforderungen unserer Zeit – Kriege in der globalisierten Welt: Reiner Braun (NatWiss, IPB) 
Mit anschließender Diskussion 

Kleiner Empfang


Samstag, 10 bis 18:30 Uhr


10 bis 13 Uhr
Einleitungsvorträge: 

  • Militarisierung der Forschung in Deutschland und Europa: Claudia Haydt (IMI)
  • Anforderungen an feministische Friedenswissenschaft und Friedensforschung: Friederike Benda 
  • Zivilklausel national und international: Hartwig Hummel 
  • Podiumsdiskussion: Wissenschaft zwischen Krieg und Frieden Mit: Friederike Benda, Hartmut Grassl, Werner Ruf, Ernst Ulrich von Weizsäcker 

14 bis 16 Uhr
Wissenschaft und Frieden: 

Gesprächsrunden mit je zwei kurzen Einführungsbeiträgen 

  • Recht und Frieden (Amela Škiljan, Gerhard Baisch
  • Naturwissenschaften und Frieden (Roland Reimers, Jürgen Scheffran)
  • Human- und Sozialwissenschaften (BdWi) Torsten Bultmann, N.N. 
  • Medien (Ekki Sieker, NN)
  • Informatik (N.N. FIfF)
  • Medizin und Frieden (NN IPPNW)
  • Ingenieurwissenschaften (Wolfgang Neef

16:30 bis 18:30 Uhr

Einführungsbeiträge: 

  • Friedensforschung und ihre Ambivalenz:  Werner Ruf 
  • Klimakonflikte und Beiträge der Wissenschaft zum Nachhaltigen Frieden: Jürgen Scheffran
  • Was können die Gewerkschaften für den Frieden tun?: Marlis Tepe 
  • Verantwortung der Wissenschaft in Zeiten zunehmender Militarisierung: Reiner Braun, Sybille Brosius 

Offene Diskussion 


Anmeldung
Per Email: info@natwiss.de "Anmeldung Kongress"




Zeitraum

15.06.2018, 19:00 Uhr - 16.06.2018, 18:30 Uhr

Adresse

TU Berlin, Institut für Chemie
Straße des 17. Juni
10623
Berlin

Eingetragen von

NaturwissenschaftlerInnen-Initative Verantwortung für Frieden und Zukunftsfaähigkeit

Aktionsform

Kongress

Themenkategorien

Anti-Atom / Klima / Energie
Frieden / Antimilitarismus
Politik / Demokratie / Recht

Website

www.natwiss.de

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