Die Hamburger Kolonialgeschichte reicht vom transatlantischen Handel mit versklavten Menschen, über die zentrale Rolle im deutschen Kolonialreich, bis in die Gegenwart hinein. Dabei wiegt die zentrale Bedeutung der Hafenstadt im Kontext des Genozids an den wiederständischen Ovaherero und Nama im heutigen Namibia besonders schwer. 
Zwischen 1904 und 1908 verübten die Deutschen einen Völkermord, mit dessen schwerwiegenden Folgen die Nachfahren Opfer bis in die Gegenwart hinein konfrontiert sind. Die Vertretung der Ovaherero und Nama erhebt drei Kernforderungen an die deutsche Bundesregierung:

  • die Anerkennung des Genozids, der Schuld für die begangenen Verbrechen und dem daraus resultierenden Schaden
  • eine glaubwürdige Entschuldigung seitens der deutschen Bundesregierung
  • eine adäquate Entschädigung, die der Dimension des ersten Genozids im 20. Jahrhundert gerecht wird.
Welche Rolle hat Hamburg beim ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts gespielt? Welche Spuren im Stadtraum glorifizieren Kolonialismus und Völkermord und was passiert mit den erinnerungspolitischen Leerstellen? 

Nach dem ersten Kongress in Berlin im Oktober 2016, sind die Vertreter*innen der Ovaherero und Nama erstmalig in Hamburg zu Gast, um diese und andere Fragen gemeinsam zu beleuchten. 

Der Kongress wird in deutscher und englischer Sprache abgehalten.
-   https://colonial-amnesia-quovadishh.eu/

Zeitraum

06.04.2018, 10:00 Uhr - 08.04.2018, 18:00 Uhr

Adresse

Hamburg
Hamburg
Hamburg
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Eingetragen von

peacenetworking

Aktionsform

Koloniales Vergessen: Quo Vadis Hamburg?

Themenkategorien

Politik / Demokratie / Recht

Website

https://colonial-amnesia-quovadishh.eu/

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