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"Die Hoffnung und das Wort. Aus diesem Gespann entspringt ein eng verwobenes Netz, dieses Netz verbindet Berlin mit Bagdad mit Düren”, so schreibt Kristine Bilkau über ihre Zusammenarbeit mit Omar al-Jaffal, die am Berliner Wannsee begann. “Weiter Schreiben, das literarische Portal für Literatur und Musik aus Krisenländern” stiftet zu literarischen Begegnungen an, knüpft ein transkulturelles Netzwerk und zeigt den kulturellen Reichtum, der mit den vertriebenen Menschen nach Deutschland gekommen ist.  

Weiter Schreiben” wurde von der Schriftstellerin Annika Reich (Wir machen das/We are doing it e.V.) und Ines Kappert 2017 initiiert. Inzwischen arbeiten 18 literarische Teams miteinander, tauschen sich über ihr Schreiben, den literarischen Betrieb in Deutschland und die Übersetzungen aus. Es finden Lesungen in allen großen und kleineren Kulturhäusern statt und sehr viele der exilierten Schriftsteller*innen erhielten Stipendien oder gar Buchverträge - sie können also tatsächlich weiter schreiben und ihr Publikum finden.  

Omar Al-Jaffal und Kristine Bilkau sind solch ein literarisches Tandem. Im Deutschen Theater werden sie über ihre Literatur sprechen, Auszüge lesen und diskutieren, was ein literarischer Dialog über Länder- und Sprachgrenzen hinweg bedeutet.

Omar Al-Jaffal

*1988 in Baghdad, ist Journalist und Lyriker, der heute in Düren lebt. Al-Jaffal veröffentlichte zwei Gedichtbände: "Life in an Exhausted Stretcher" (Niederlande, 2016) und das preisgekrönte Buch "The Betrayal of Miss Life" (Damascus, 2009). Seine Gedichte wurden in sieben Sprachen übersetzt. Er ist Mitglied im “The Iraqi House of Poetry” und Herausgeber des Literaturmagazins ‘Bayt’. Außerdem ist er stellvertretender Direktor des Iraqi Observatory of Human Rights (IOHR). Al-Jaffal war Stipendiat des Hauses Langenbroich der Heinrich-Böll-Stiftung und tritt 2019 ein Stipendium der Akademie Schloss Solitude an.

Kristine Bilkau

*1974, studierte Geschichte und neuere deutsche Literatur in Hamburg und New Orleans. Ihr Debütroman „Die Glücklichen“ erschien 2015, wurde mit dem Literaturförderpreis Hamburg und dem Klaus-Michael-Kühne-Preis ausgezeichnet und für die Bühne der Münchner Kammerspiele adaptiert. 2018 erschien ihr zweiter Roman, „Eine Liebe, in Gedanken”, ebenfalls im Luchterhand Literaturverlag. Sie lebt mit ihrer Familie in Hamburg.  


Veranstaltungsort: Deutsches Theater Berlin, Schumannstr. 13A, 10117 Berlin

Eintritt frei

Sprachen: Arabisch - Deutsch

Dolmetscher: Dr. Günther Orth

Moderation: Dr. Ines Kappert, Leitung Gunda-Werner-Institut in der Heinrich- Böll-Stiftung

Begleitet an der Oud (arabische Laute) von Wassim Mukdad

 

Veranstalter*innen:

Die Lesung ist eine Kooperation von Weiter Schreiben und dem Gunda-Werner-Institut für Feminismus und Geschlechterdemokratie in der Heinrich-Böll-Stiftung.


"Weiter Schreiben. Ein Portal für Literatur und Musik aus Krisengebieten" ist ein Projekt von WIR MACHEN DAS/wearedoingit e.V., gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds das Goethe-Institut, in Zusammenarbeit mit dem Gunda-Werner-Institut in der Heinrich-Böll-Stiftung und der Allianz Kulturstiftung.

Zeitraum

18.02.2019, 19:30 Uhr - 18.02.2019, 21:00 Uhr

Adresse

Deutsches Theater Berlin
Schumannstr. 13A
10117
Berlin

Eingetragen von

Heinrich-Böll-Stiftung e.V.

Aktionsform

Lesung und Gespräch

Themenkategorien

Globalisierung / Entwicklung / Migration
Antifaschismus
Politik / Demokratie / Recht

Website

https://calendar.boell.de/de/event/wir-wollen-nur-das-leben-ueber-verlust-erinnerung-hoffnung

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