Ein wenig bekanntes Detail aus dem gut recherchierten Leben von Karl Marx - seine Reise nach Algerien.
Am Montag, dem 20. Februar 1882 „um halb vier in der Früh" betritt der „Mohr" - wie er liebevoll von den Seinen genannt wird - den afrikanischen Kontinent zu „Gesundheits-Wiederherstellungsmanövern". Am 2. Mai endet sein Aufenthalt, den er auf die vielfältigste Art nutzte, das Leben der Araber unter französischer Kolonialherrschaft zu ergründen. Wieder in Paris angelangt, kündigt sein Schwiegersohn Lafargue in einem Brief nach London Engels den Heimkehrer enthusiatisch an: „Marxens Anblick hat mich zutiefst erfreut - er hält sich gerade, seine Augen sind funkelndes Leben, mit einem Wort, er scheint viel gekräftigter als damals, als er London verließ ... Marx ist zurückgekehrt, den Kopf voller Afrika und Araber. Er hat seinen Algerienaufenthalt genutzt, seine Bibliothek wiederzuentdecken und es scheint mir, daß er eine beträchtliche Zahl größerer Werke zur Lage der Araber gelesen hat. Außerdem muß ich Dir sagen, daß Marx braun wie eine Kastanie ist, er ist jetzt ein wirklicher Mohr".

Marx auf der Spur in Algerien war und ist Marlene Vesper - daraus resultierend ihr Buch „Marx in Algier" (Pahl-Rugenstein-Verlag, 1995)
Kosten: 2,00 Euro

 

Zeitraum

13.06.2013, 15:00 Uhr - 13.06.2013

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Berlin
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