Mme chancelor kachel

Die Politikwissenschaftlerin Joyce Mushaben beobachtet Angela Merkel schon seit Jahren.

Als US-Bürgerin geht es ihr dabei aber nicht in erster Linie um eine Untersuchung von Merkels Politik, sondern darum, wie die Physikerin aus Ostdeutschland ihren Weg an die Macht genommen hat und zur mächtigsten Frau der Welt geworden ist.

Eine Frau an der Spitze, das muss eine Feministin wie Mushaben, die an der University of Missouri in St. Louis Politikwissenschaften lehrt, einfach interessieren, zumal sie den Eindruck hatte, dass feministische Wissenschaftlerinnen hierzulande Merkels Aufstieg als Thema kaum anzupacken wagten. Weil sie insgeheim Merkel als Frau an der Macht zwar nicht schlecht fanden, sie aber wegen ihrer Parteizugehörigkeit doch eher kritisch beäugten.

Merkel, sagt Mushaben, hat seit 2005 als erste deutsche Regierungschefin mehr zur Gleichberechtigung von Frauen und Männern beigetragen, als alle ihre Amtsvorgänger zusammen. Und mehr noch: Sie ist - wider ihrem Willen - zur real-existierenden Feministin geworden und hat ihre Macht stillschweigend aber strategisch eingesetzt, um das Recht auf Selbstbestimmung, Chancengleichheit und die freie Entfaltung der Persönlichkeit für möglichst viele zu verwirklichen.

Wie konnte Angela Merkel in einer immer noch von Männern dominierten Welt so mächtig werden, was waren die Bedingungen ihres Aufstiegs? Und wie hat sie den Blick weltweit auf Frauen an der Macht geprägt?

Darüber gibt Mushabens jüngst bei Cambridge University Press erschienenes Buch „Becoming Madam Chancellor: Angela Merkel and the Berlin Republic" Auskunft - und an diesem Abend in der taz.

Mit:

Joyce Marie Mushaben, Politikwissenschaftlerin an der University of Missouri in St. Louis

Felix Zimmermann, taz-Redakteur

Fotocredit: Cambridge University Press

Zeitraum

19.09.2017, 19:00 Uhr - 19.09.2017, 22:00 Uhr

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