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Otto Weidt steht bisher vor allem wegen seiner Hilfe für verfolgte jüdische Mitbürger in der Zeit des Nationalsozialismus im Fokus der öffentlichen und historischen Betrachtung. Weniger bekannt ist dagegen ein früheres Kapitel im Leben Weidts: In der Kaiserzeit war er in der anarchistischen Arbeiterbewegung aktiv und wurde von der Politischen Polizei überwacht. Den Ideen und Idealen des Anarchismus blieb er auch in 
späteren Jahren verbunden. Zeitlebens war er demnach ein strikter Gegner des Militarismus, Nationalismus und staatlicher Bevormundung. 
In seiner biographischen Studie nähert sich Robert Kain zunächst dem 
Anarchisten Weidt. Darüber hinaus werden dessen Militärdienstzeit, 
Ehen, Scheidungen und auch seine Erblindung um 1924 und der daraus 
resultierende Weg zum Bürstenmacher beleuchtet. Ein Schwerpunkt der 
Untersuchung stellen natürlich die Weidt’schen Hilfsaktionen für verfolgte jüdische Mitmenschen zu Beginn der 1940er Jahre dar. Hierbei bewegte sich Weidt in einem weit verzweigten Hilfsnetzwerk für NS-Verfolgte. 
 
Robert Kain: Otto Weidt. Anarchist und "Gerechter unter den Völkern". Lukas Verlag, Berlin 2017. ISBN 978-3-86732-271-3 
 
Ausgezeichnet von der Bibliothek der Freien als Buch des Jahres 2017. 
 
Eintritt frei

Veranstalter: Bibliothek der Freien. Anarchistische Bücherei im Haus der Demokratie

Zeitraum

02.02.2018, 19:00 Uhr - 02.02.2018, 21:30 Uhr

Adresse

Haus der Demokratie und Menschenrechte, Raum 1102 Bibliothek der Freien
Greifswalder Str. 4
10405
Berlin

Eingetragen von

Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte

Aktionsform

Buchvorstellung durch den Autor

Themenkategorien

Antifaschismus
Frieden / Antimilitarismus
Freiräume / Subkultur

Website

http://hausderdemokratie.de/artikel/programm.php4

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